Sextipps aus dem Jahre 1894

Sextipps vom Ende des 19. Jahrhunderts? Ja, wir meinen es ernst. Natürlich nicht, um unsere Nutzer in Punkto Sex zu coachen, sondern um sie ein wenig zu unterhalten. Die untenstehenden 6 Tipps (Achtung Wortspiel!) entstammen übrigens der prüden Autorin Ruth Smythers, die in ihrem Werk „Sex tips for husbands and wives“ den Anschein erweckt, dass Sex zu ihrer Zeit keine Praktik von sinnlicher Leidenschaft, drängender Lust und Schmetterlingen im Bauch war. Was bleibt da noch zu sagen? Ein Hoch auf die modernen Zeiten und zwanglose Beziehungen à la SugarDaters®!

 

  1. Männer mögen Sex

Wer hätte es gedacht? Smythers gab den Adressaten ihrer Sextipps tatsächlich mit auf den Weg, dass Männer Sex toll finden. Empört schreibt sie in ihrem Buch, dass die meisten Männer „fast täglich“ ein Verlangen nach Sex hätten.

  1. Pornografie ist obszön

Pornografie kommt in Smythers‘ Sextipps natürlich auch vor. Allerdings beginnt Pornografie bei ihr bereits damit über Sex zu reden oder Geschichten mit leicht sexuellem Inhalt zu lesen. Selbstverständlich ist all das, was man als Pornografie interpretieren könnte, für die prüde Autorin ein absolutes No-Go.

  1. Ein Dank an die Ausreden

Auch wurde den Frauen geraten bereits im Vorfeld einige Ausreden parat zu haben, um der männlichen Perversion zu entkommen. Die besten Ausreden seien laut Smythers Kopfweh, Müdigkeit und ein schleichendes Krankheitsgefühl. Nicht dass sich die Männer noch anstecken…

  1. Streiten Sie!

Eine weitere kluge Strategie der männlichen Lust zu entgehen ist laut Smythers den ein oder anderen kleinen Streit anzuzetteln, sodass dem Mann die Lust vergeht. Da bleibt nur zu hoffen, dass den Frauen das Haushaltsgeld nicht gekürzt wurde…

  1. Vorsicht vor dem Vorspiel

Smythers weist die Frauen ihrer Zeit auch darauf hin, dass ein gezielter Kuss auf den Mund als sexuelle Praktik gesehen werden kann. Dies sei quasi der Beginn des Vorspiels. Um Frauen vor diesem Schicksal zu bewahren, rät Smythers den Kopf im richtigen Moment leicht zur Seite zu drehen, sodass der vermeintliche Kuss auf den Mund zu einem Bussi auf die Backe wird. Diskreter könnte man Männern Unlust kaum vermitteln!

  1. Bitte nur im Dunkeln

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Abwehrmechanismen doch mal zum Akt kommen, sollte Sex laut Smythers nur in kompletter Dunkelheit stattfinden. Ihre Begründung ist mehr als absurd: Im Dunkeln besteht die Chance dass der Mann stolpert und sich eine Verletzung zuzieht. Grund genug für die Damen des 19. Jahrhunderts dem dann geschwächten Mann Zugang zu Ihren Intimsphären zu verweigern. Blöd nur, falls der Mann doch nicht stolpert.

 

Wie man sehen kann galt Sex für Smythers als etwas Lästiges und Verpöntes das Frau am besten vermeiden sollte. An dieser Stelle möchten wir dem Geist der Zeit danken, dass die Zeiten sich geändert haben 😉